Alet-les-Bains

Diese Benediktinerabtei befindet sich im Kurort Alet les Bains im Oberen Aude-Tal, ihre Ursprünge reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Im 12. Jahrhundert zieht sie zahlreiche Pilger an. Nach den schwierigen Zeiten des Kreuzzugs gegen die Katharer-Bewegung erlebt sie eine gewisse Blüte, denn sie wird zum Sitz eines neuen Bistums gewählt.

Die innerhalb der Befestigung der Stadt gelegene Abtei wird in der Zeit der Religionskriege teilweise zerstört. Heute sind noch imposante Überreste der Kathedrale Notre Dame aus dem 12. Jahrhundert, des Kapitelsaals und des monumentalen Nordportals zu sehen.

Caunes-Minervois

Die im 8. Jahrhundert gegründete Abtei Caunes-Minervois gehört seit ihren Ursprüngen zum Orden der Benediktiner.
 
Dieser monumentale Komplex macht aus Caunes-Minervois eines der bemerkenswertesten Beispiele der frühen romanischen Kunst im Süden. Das interessanteste Element ist die Abteikirche Saint-Pierre et Paul, die reich mit dem weißgeäderten roten Marmor von Caunes verziert ist, der in Versailles und allen prestigeträchtigsten Bauwerken Europas berühmt ist.

Das herrliche Portal und der Vorbau aus dem 12. Jahrhundert sind mit zahlreichen unterschiedlichen Motiven verziert (Pinienzapfen, Menschen, Tiere, Geflechten usw.)

Neben der Abtei besitzt der Ort Caunes-Minervois ein außergewöhnliches architektonisches Erbe. Hier findet man den vollständigsten Renaissance-Komplex im Département Aude.

Fontfroide

Die Abtei Fontfroide ist zunächst eine Benediktinerabtei, wird jedoch 1145 zur Zisterzienserabtei, bevor sie ihre spirituelle Blütezeit im 12. und 13. Jahrhundert erlebt.

Während der Zeit des Kreuzzugs gegen das Katharertum ist sie eine Bastion der katholischen Rechtgläubigkeit. Die Ermordung eines ihrer Mönche im Jahr 1208, eines Legaten von Papst Innozenz III., löst den Kreuzzug gegen die Albigenser aus. Jacques Fournier, einer ihrer Mönche, wird selbst zum Papst gewählt und bekleidet dieses Amt als Benedikt XII. (1334 – 1342).

Diese Abtei ist ein Juwel der Corbières und gilt als eine der am beste erhaltenen Abteien in Südfrankreich. Die großteils im 12. und 13. Jahrhundert errichteten Gebäude weisen noch die ersten Spuren des Übergangs von der Romanik zur Gotik auf. Im 18. Jahrhundert werden umfangreiche Arbeiten an Eingang und Giebel, die den sehr schönen Ehrenhof umschließen, an der Abtwohnung usw. unternommen.

Heute ist die Abtei Fontfroide auch für ihren Rosengarten, den größten in Südfrankreich, ihren duftenden Garten und ihre Festivals der geistlichen Musik bekannt.

Lagrasse

Im Herzen der Corbières befindet sich in die mittelalterlichen Ortschaft Lagrasse, die zu den „Schönsten Dörfern Frankreichs“ zählt, eine der größten Benediktinerabteien Frankreichs, Sainte Marie d’Orbieu, die zur Zeit von Karl dem Großen gegründet wurde. Sie kommt sehr rasch zu großem Reichtum, und ihr Einfluss reicht bis nach Katalonien.

Aus diesen Gründen bietet sie den Besuchern ein außergewöhnliches architektonisches Ensemble aus der Zeit des Mittelalters bis zum 18. Jahrhundert: Die wichtigsten Elemente sind die Kapellen, die Abteikirche, die Speisekammer und der Schlafsaal der Mönche, der riesige Glockenturm, die ehemalige Sakristei und das im 11. Jahrhundert erbaute Querschiff.

Die Skulpturen des Meisters von Cabestany beeindrucken vor allem durch die Feinheit und Originalität ihrer Ausführung.

Saint-Hilaire

Die Ursprünge dieser befestigten Benediktinerabtei gehen auf das 6. und 7. Jahrhundert zurück.

Sie befindet sich im malerischen Lauquet-Tal. Dieses überschaubare Kloster, das inmitten der ehemaligen mittelalterlichen Festung Saint-Hilaire eine dominierende Stellung einnimmt, ist um den gotischen Kreuzgang herum angeordnet. In ihm befindet sich der „Sarkophag“ von Saint-Sernin, ein wichtiges Werk des Meisters von Cabestany.
Hier erfinden die Mönche 1531 den Blanquette, den ersten Schaumwein der Welt.

Saint-Papoul

Diese Benediktinerabtei wurde im 8. Jahrhundert im Lauragais gegründet. Ihre Geschichte ist eng mit dem Märtyrertod des Hl. Papoul verbunden, und sie wird zu einer Pilgerstätte, wodurch ihr Reichtum gemehrt wird. 1317 wird die Abtei zum Bistum und zählt bis zur Französischen Revolution 34 Bischöfe.

Sie ist ein Juwel der romanischen Baukunst. In der Apsis der ehemaligen Kathedrale kann man das wichtigste Ensemble der Kapitelle bewundern, die dem berühmten Meister von Cabestany (2. Hälfte des 12. Jahrhunderts) zugeschrieben werden. Der Glockenturm stammt aus einer späteren Epoche, während der Chor durch sein barockes Dekor besticht.
Im schönen gotischen Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert kann man Kapitelle bewundern, die mit tierischen oder pflanzlichen Skulpturen reich verziert sind.

Saint-Polycarpe

Diese alte Benediktinerabtei wurde Ende des 8. Jahrhunderts gegründet. Sie untersteht den Abteien von Alet und danach Lagrasse. Ende des 12. Jahrhunderts erlangt sie wieder ihre Eigenständigkeit.

Die Klostergebäude stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Abteikirche aus dem 11. Jahrhundert ist der Jungfrau Maria gewidmet. Die Kirche war mit Fresken bedeckt, von denen noch Spuren erhalten sind. Außen ist die Apsis der Kirche mit langobardischem Bogenwerk verziert. Die Schatzkammer ist ständig ausgestellt, es handelt sich um Reliquien-Büsten von Saint Benoît (14. Jahrhundert) und Saint Polycarpe (14. Jahrhundert) und eine von zwei Engeln getragene Reliquie (14. Jahrhundert).

Villelongue

Wenige Kilometer von Carcassonne entfernt gründen Zisterziensermönche am Fuß der Montagne Noire im 12. Jahrhundert diese Abtei in ihrer grünen Umgebung.
Damals ist die Abtei sehr wohlhabend, seit ihrer Gründung fließen Schenkungen, vor allem in der Zeit der Bekämpfung des Katharertums, bei der sie eine aktive Rolle spielt.

Um den Kreuzgang herum sind die Klostergebäude angeordnet, von denen heute der Speisesaal, der Kapitelsaal (Ende des 12. Jahrhunderts), die Sakristei mit Fresken aus dem 12. Jahrhundert, die imposanten Ruinen der Kirche und die Speisekammer der Mönche zu sehen sind.

Villelongue ist eine der wenigen Zisterzienserabteien in Frankreich, bei der die mittelalterliche Mauer aus dem 14. Jahrhundert erhalten geblieben ist. Heute finden in der Abtei Kammerkonzerte statt.